Kircheneintrittsstelle

In Köln findet sich eine der erfolgreichsten Kircheneintrittsstellen. Seit November 2003 kann man im CityPavillon hinter der Antoniterkirche in der Schildergasse wieder oder zum ersten Mal Mitglied der Evangelischen Kirche werden. Mitte März 2007 wurde der 1000. Eintritt gefeiert

Die Motive für den Eintritt sind vielfältig. Taufe, Trauung oder die Übernahme des Patenamtes sind oft die Anlässe dafür. Auch die Kirchen als Arbeitgeber spielen eine Rolle.

Viele berichten, dass sie sich schon längere Zeit mit dem Gedanken beschäftigt haben, sich der Kirche wieder anzuschließen. Sie betonen, dass ihnen ihr Glaube wichtig geblieben ist und dass sie jetzt den früheren Entschluss, auszutreten, korrigieren wollen. Junge Eltern erleben oft, dass ihre Kinder durch den Kindergarten oder den Konfirmandenunterricht einen wichtigen Kontakt zur Gemeinde gefunden haben. Das ist dann auch für sie eine Gelegenheit, als Familie eine Einheit in der religiösen Orientierung zu finden.

Hintergrund für die Einrichtung von Eintrittsstellen waren u.a. die Anträge der Synoden des Kirchenverbandes Köln an die Landessynode 1999. Geplant war die Möglichkeit eines niederschwelligen und zentral gelegenen Angebots für den Wiedereintritt. Viele nehmen das wahr, andere nutzen die Anonymität der Eintrittsstelle, vor allem wenn sie am Leben der Gemeinde schon wieder teilnehmen. Die Aufnahme ist einfacher und schneller, die Öffnungszeiten sind bekannt. Die privatere Atmosphäre erleichtert die doch recht persönliche Entscheidung, die das Leben und den Glauben betrifft.

Die Statistik belegt, dass die Kölner Eintrittsstelle nicht nur von Kölnerinnen und Kölnern genutzt wird. Die hier (Wieder)Eingetretenen, in der Mehrzahl sind sie zwischen 25 und 40 Jahre alt, kommen aus vielen Städten und Gemeinden im Umland - aber eben auch aus entfernteren Orten. Neben den zentralen Kircheneintrittsstellen bietet weiterhin die Ortsgemeinde Ihres Wohnsitzes die Möglichkeit, (wieder) in die evangelische Kirche einzutreten.